14. Juni 2022

Martha Jungwirth und Thomas Larcher neue Mitglieder im Kunstsenat, Erwin Wurm neuer Vizepräsident

Wien: Die Künstlerin Martha Jungwirth und der Komponist Thomas Larcher wurden als neue Mitglieder in den Österreichischen Kunstsenat aufgenommen. Sie folgen auf die 2021 verstorbene Friederike Mayröcker und die 2022 verstorbene Brigitte Kowanz. Zudem übernimmt Erwin Wurm von Brigitte Kowanz die Funktion des zweiten Vizepräsidenten.

„Wir sehen Martha Jungwirth und Thomas Larcher als große Bereicherung für den Kunstsenat und heißen sie auf das Herzlichste willkommen. Wir freuen uns auch, unser engagiertes und streitbares Mitglied Erwin Wurm für die Funktion des zweiten Vizepräsidenten gewonnen zu haben“, so Josef Winkler, Präsident des Österreichischen Kunstsenats.

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09. Februar 2022

Die Trauer ist groß! Kunstsenat verliert Gerhard Roth

Wien: Der Kunstsenat verliert mit dem Ableben von Gerhard Roth einen der bedeutendsten und international bekanntesten österreichischen Schriftsteller.

„Gerhard Roth arbeitete als Erzähler, Dramatiker und Essayist unbeirrt und mit großer Besessenheit an seinem vielschichtigen und umfangreichen Werk, einer bereits in viele Sprachen übersetzten "Prosa der Aufmerksamkeit". Er meldete sich immer wieder kritisch zur österreichischen Vergangenheit und politischen Gegenwart zu Wort. Seine interessierte und kluge Stimme wird uns im Senat unendlich fehlen“, so Präsident Winkler.

31. Jänner 2022

Kunstsenat trauert um die Lichtmalerin Brigitte Kowanz

Wien: Mit Brigitte Kowanz verliert der Kunstsenat nicht nur eine international gefeierte Lichtkünstlerin und seine Vizepräsidentin, sondern auch eine mit Herzblut engagierte und einfühlsame Stimme im Senat.

„Wir sind tief bestürzt über das Ableben von Brigitte Kowanz. Sie war eine Ausnahmeerscheinung und eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Als international gefeierte Lichtkünstlerin gab sie in ihrem Werk Licht eine neue Dimension und schrieb damit Kunstgeschichte. Wir werden sie in unseren Gedanken und ihren Kunstwerken in Erinnerung behalten.“, so Präsident Winkler.

Im Sommer 2009 wurde Brigitte Kowanz mit dem Großen Österreichischen Staatpreis geehrt und gleichzeitig Mitglied des Kunstsenats. Seit 2012 bildete sie gemeinsam mit Josef Winkler und Nali Gruber das Präsidium des Kunstsenats.

15. November 2021

Großer Österreichischer Staatspreis an Martha Jungwirth!

Wien: Sektionschef Jürgen Meindl überreichte im Leopold Museum den Großen Österreichischen Staatspreis 2021 an die Künstlerin Martha Jungwirth. Für die Laudatio zeichnete Direktor Hans-Peter Wipplinger verantwortlich.

Kunstsenatspräsident Josef Winkler: „Martha Jungwirth hat trotz einer kontinuierlich erfolgreichen Karriere von fast sechs Jahrzehnten erst spät in großem Maße die ihr gebührende Anerkennung durch Künstlerkolleglnnen und Kuratorlnnen erfahren, wobei sie sich nie sonderlich für den Kunstmarkt und seine Gesetze interessierte, ja sich bewusst distanzierte. Martha Jungwirth erfährt heute mit ihrer einzigartigen und wiedererkennbaren Bildsprache poetischer Abstraktion den Respekt und die Bewunderung von Künstlerkolleglnnen aller Altersstufen. Sie ist eine Malerin von Weltformat.“

Glückwunsch!

03. November 2021

Enthüllung Ilse Aichinger Gedenkzeichen als Zeichen gegen das Vergessen

Wien: llse Aichinger musste im Mai 1942 auf der Schwedenbrücke zusehen, wie ihre Verwandten, darunter ihre Großmutter, nach Maly Trostinec deportiert wurden. Zum 100. Geburtstag der 2016 verstorbenen Schriftstellerin und Großen Österreichischen Staatspreisträgerin wurde auf der Schwedenbrücke vom Kunstsenat gemeinsam mit dem Kunstverein Wien/Alte Schmiede, der S. Fischer Stiftung und der Familie von Ilse Aichinger die Errichtung eines Gedenkortes initiiert.

Staatssekretärin Andrea Mayer und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nahmen gemeinsam mit der Geschäftsführerin der S. Fischer Stiftung Berlin, Antje Contius, und Präsident Josef Winkler die feierliche Enthüllung des Ilse Aichinger Gedenkzeichens vor. Passanten können jetzt auf ihrem Weg in die Innere Stadt das von Elisabeth Eich, der Schwiegertochter von Ilse Aichinger, gestaltete Schriftband mit dem Gedicht „Winterantwort“ lesen.

07. Juni 2021

Kunstsenat tief betroffen über das Ableben der unvergleichlichen Friederike Mayröcker

Wo deine Augen Rosen sind = Jean Genet, die
Seelenfäden 1 + 2, von den schwarz-
blauen Fluten der Sonne benetzt ……...

Wien: Mit Friederike Mayröcker verliert der Kunstsenat eine der bedeutendsten und fantasievollsten Schriftstellerinnen der Gegenwart im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1982 mit dem Großen Österreichischen Staatpreis geehrt und gleichzeitig Mitglied des Kunstsenats.

„Die sanfte und magische Persönlichkeit von Fritzi Mayröcker wird uns unvergesslich bleiben. Bis ins hohe Alter von 94 Jahren war sie persönlich bei unseren Sitzungen anwesend und hinterlässt eine besonders große Lücke.“, so Präsident Josef Winkler.

20. Jänner 2021

Schriftsteller Gerhard Roth und Architekt Laurids Ortner sind neue Mitglieder im Kunstsenat

Wien: Wie Staatssekretärin Mayer heute bekannt gab, wurden Gerhard Roth und Laurids Ortner als neue Mitglieder in den Österreichischen Kunstsenat aufgenommen. Sie folgen damit den 2019 verstorbenen Architekten Wilhelm Holzbauer und Gustav Peichl.

„Gerhard Roth und Laurids Ortner sind Persönlichkeiten, die Kunst auch immer in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung sehen. Ihre Beiträge wirken weit über die Literatur und die Architektur hinaus. Beide sind auch Gradmesser des künstlerischen Schaffens in Österreich“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und weiter: „Der Kunstsenat zeigt mit dieser Entscheidung abermals seine Bedeutung und Verantwortung im nationalen und internationalen Kulturbetrieb. Ich gratuliere dazu.“

„Die kritischen Stimmen von Gerhard Roth und Laurids Ortner werden eine große Bereicherung für den Kunstsenat sein. Wir heißen sie im Kunstsenat auf das Herzlichste willkommen“, so Josef Winkler, Präsident des Österreichischen Kunstsenats. „Gerhard Roth meldet sich immer wieder kritisch zur österreichischen Vergangenheit und politischen Gegenwart zu Wort. Seit Jahrzehnten arbeitet er als Erzähler, Dramatiker und Essayist unbeirrt und mit großer Besessenheit. Er ist einer der bedeutendsten und international bekanntesten österreichischen Schriftsteller,“ so Winkler und weiter: „Mit radikal-utopischen Projekten bewegte sich Laurids Ortner mit der „Architekten-Künstlergemeinschaft“ Haus-Rucker-Co (Laurids und Manfred Ortner, Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter) im Spannungsfeld zwischen Kunst und Architektur. Heute steht Ortner & Ortner Baukunst für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert.“

https://bit.ly/3bU9Zna

27. Oktober 2020

Verleihung Großer Österreichischer Staatspreis an Ortner & Ortner!

Wien: Glückwunsch! Staatssekretärin Andrea Mayer überreichte in der „MQ Libelle“ am Dach des Leopold Museums den Großen Österreichischen Staatspreis 2020 an die Architekten Laurids und Manfred Ortner. Für die Laudatio zeichnete Wolf D. Prix verantwortlich.

"Laurids und Manfred Ortner beeindrucken nicht nur durch die hohe Qualität, sondern vor allem durch die Vielfalt ihrer Arbeit, die in Wien sowie international von großer Bedeutung und Sichtbarkeit ist", so Staatssekretärin Mayer. "All diese Baukunstwerke sind Visitenkarten ihrer langjährigen höchst erfolgreichen Arbeit und Geschenke für die jeweiligen Städte und Gesellschaften, die sie schon jetzt bereichern und noch lange bereichern werden."

Kunstsenatspräsident Josef Winkler: „Ortner & Ortner Baukunst steht für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert. Ortner & Ortner vollziehen das mit zeichenhaften Bauten, großen kompakten Monolithen. Die Fassaden aus z.B. Ziegel, Backstein oder Basalt und deren differenzierte Texturen sind ebenso immer neu gewählte Antworten auf den jeweiligen Ort.“

https://bit.ly/36CS94Y

21. Jänner 2020

Offener Brief an Staatssekretärin Lunacek

Es spricht einiges dafür, daß die Regierungsbeteiligung der Grünen politischen Kultur in Österreich gut tun wird. Ob das auch für die Kultur im engeren Sinn gilt, darf nach den jüngsten Verlautbarungen der ebenfalls grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek allerdings bezweifelt werden. Ihre Anmerkungen untermauern den Eindruck, daß es kaum einen Unterschied macht, welcher Partei die zuständigen Amtsträger entstammen. Allesamt verstehen sie sich nicht als beherzte Fürsprecher der Künstler und ihres Tuns, sondern als ängstlich-defensive Bauchredner dessen, was sie für mehrheitsfähig halten. In diesem Sinn schlägt sich Frau Lunacek hasenfüßig auf die Seite derer, für die der österreichische Nobelpreisträger Peter Handke eine persona non grata ist. Zwar habe Frau Lunacek früher Handke gerne gelesen, aber seine Serbien-Position könne sie nicht „nachvollziehen“. Sie spricht, wohlgemerkt, nicht von Teilen, sondern von „Nachvollzug“. Daß wirkliches, ernsthaftes Lesen diesem Nachvollzug auf die Sprünge helfen könnte, kommt Frau Lunacek nicht in den Sinn. Stattdessen wohlfeile Kindesweglegung eines Widerborstigen gleich zu Amtsbeginn: wenn das kein kulturpolitisches Statement ist!

Josef Winkler, Präsident des Österreichischen Kunstsenats
Büchner-Preisträger


20. November 2019

Kunstsenat tief betroffen über Ableben von Gustav Peichl

Wien: Mit Gustav Peichl verliert der Kunstsenat eine umfassend engagierte Persönlichkeit und einen weit über die Grenzen Österreichs anerkannten, visionären Architekten und begnadeten Karikaturisten.

Gustav Peichl wurde 1971 mit dem Großen Österreichischen Staatpreis geehrt und gleichzeitig Mitglied des Kunstsenats. „Gustav Peichl hinterlässt eine besonders große Lücke im Senat, war er doch unser längst dienendes Mitglied. Er wird uns als engagierte, streitbare und mutige Persönlichkeit in Erinnerung bleiben“, so Präsident Josef Winkler.

10. Oktober 2019

Verleihung Großer Österreichischer Staatspreis an Thomas Larcher!

Wien: Gratulation! Kulturminister Alexander Schallenberg überreichte im Kongress-Saal des Bundeskanzleramtes den Großen Österreichischen Staatspreis 2019 an Thomas Larcher. "Thomas Larchers Werk reicht weit über das Musikalische hinaus. Seine Musik inspiriert uns, sie bewegt uns und setzt Emotionen frei. Wie eine kulturelle Klammer ist sie Teil eines gemeinsamen europäischen Nenners, der uns zusammenhält", so Kulturminister Alexander Schallenberg.

Kunstsenatspräsident Josef Winkler „Seine Musik bewegt sich auf gefährlichen Routen, er hat seine eigene Handschrift entwickelt und lässt sich keinen gängigen Trends unterordnen". Er erinnerte, dass der Große Österreichische Staatspreis die höchste Kulturauszeichnung der Republik sei. „Peter Handke hat die Auszeichnung 1987 bekommen und jetzt haben wir - wenn ich das so sagen darf - einen Nobelpreisträger."

https://bit.ly/2JD1gdl

16. Juni 2019

Mit tiefer Trauer und Betroffenheit nimmt der Kunstsenat Abschied von Wilhelm Holzbauer

Wien: Mit dem Ableben von Wilhelm Holzbauer verliert der Kunstsenat eine herausragende Künstlerpersönlichkeit. Wilhelm Holzbauer wurde 2000 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt. 2006 wurde er Mitglied im Kunstsenat. Präsident Josef Winkler: „Wilhelm Holzbauer bleibt uns als kritisches, unangepasstes und engagiertes Mitglied des Kunstsenats in Erinnerung, er wird uns sehr fehlen!“

17. Mai 2019

Offener Brief an Landeshauptmann Stelzer!

Klagenfurt 17.5.2019

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Stelzer!

Die allseits- und inzwischen auch international bekannten sogenannten „Einzelfälle“, wie wir sie schon fast täglich aus dem Umfeld der Regierungspartei FPÖ wahrnehmen, häufen sich und werden allmählich zum unerträglichen Dauerzustand in Österreich.

In diesem Zusammenhang protestieren wir scharf gegen die Nominierung von Herrn Odin Wiesinger als Mitglied des oberösterreichischen Landeskulturbeirates.

Wir appellieren dringend an Sie als Landeshauptmann und Kulturreferenten, die Bestätigung von Herrn Odin Wiesinger als Mitglied des oberösterreichischen Landeskulturbeirates abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen

Namens des Präsidiums des Österreichischen Kunstsenats
(Josef Winkler, Nali Gruber, Brigitte Kowanz)