20. Jänner 2021

Schriftsteller Gerhard Roth und Architekt Laurids Ortner sind neue Mitglieder im Kunstsenat

Wien: Wie Staatssekretärin Mayer heute bekannt gab, wurden Gerhard Roth und Laurids Ortner als neue Mitglieder in den Österreichischen Kunstsenat aufgenommen. Sie folgen damit den 2019 verstorbenen Architekten Wilhelm Holzbauer und Gustav Peichl.

„Gerhard Roth und Laurids Ortner sind Persönlichkeiten, die Kunst auch immer in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung sehen. Ihre Beiträge wirken weit über die Literatur und die Architektur hinaus. Beide sind auch Gradmesser des künstlerischen Schaffens in Österreich“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und weiter: „Der Kunstsenat zeigt mit dieser Entscheidung abermals seine Bedeutung und Verantwortung im nationalen und internationalen Kulturbetrieb. Ich gratuliere dazu.“

„Die kritischen Stimmen von Gerhard Roth und Laurids Ortner werden eine große Bereicherung für den Kunstsenat sein. Wir heißen sie im Kunstsenat auf das Herzlichste willkommen“, so Josef Winkler, Präsident des Österreichischen Kunstsenats. „Gerhard Roth meldet sich immer wieder kritisch zur österreichischen Vergangenheit und politischen Gegenwart zu Wort. Seit Jahrzehnten arbeitet er als Erzähler, Dramatiker und Essayist unbeirrt und mit großer Besessenheit. Er ist einer der bedeutendsten und international bekanntesten österreichischen Schriftsteller,“ so Winkler und weiter: „Mit radikal-utopischen Projekten bewegte sich Laurids Ortner mit der „Architekten-Künstlergemeinschaft“ Haus-Rucker-Co (Laurids und Manfred Ortner, Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter) im Spannungsfeld zwischen Kunst und Architektur. Heute steht Ortner & Ortner Baukunst für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert.“

https://bit.ly/3bU9Zna

27. Oktober 2020

Verleihung Großer Österreichischer Staatspreis an Ortner & Ortner!

Wien: Glückwunsch! Staatssekretärin Andrea Mayer überreichte in der „MQ Libelle“ am Dach des Leopold Museums den Großen Österreichischen Staatspreis 2020 an die Architekten Laurids und Manfred Ortner. Für die Laudatio zeichnete Wolf D. Prix verantwortlich.

"Laurids und Manfred Ortner beeindrucken nicht nur durch die hohe Qualität, sondern vor allem durch die Vielfalt ihrer Arbeit, die in Wien sowie international von großer Bedeutung und Sichtbarkeit ist", so Staatssekretärin Mayer. "All diese Baukunstwerke sind Visitenkarten ihrer langjährigen höchst erfolgreichen Arbeit und Geschenke für die jeweiligen Städte und Gesellschaften, die sie schon jetzt bereichern und noch lange bereichern werden."

Kunstsenatspräsident Josef Winkler: „Ortner & Ortner Baukunst steht für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert. Ortner & Ortner vollziehen das mit zeichenhaften Bauten, großen kompakten Monolithen. Die Fassaden aus z.B. Ziegel, Backstein oder Basalt und deren differenzierte Texturen sind ebenso immer neu gewählte Antworten auf den jeweiligen Ort.“

https://bit.ly/36CS94Y

21. Jänner 2020

Offener Brief an Staatssekretärin Lunacek

Es spricht einiges dafür, daß die Regierungsbeteiligung der Grünen politischen Kultur in Österreich gut tun wird. Ob das auch für die Kultur im engeren Sinn gilt, darf nach den jüngsten Verlautbarungen der ebenfalls grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek allerdings bezweifelt werden. Ihre Anmerkungen untermauern den Eindruck, daß es kaum einen Unterschied macht, welcher Partei die zuständigen Amtsträger entstammen. Allesamt verstehen sie sich nicht als beherzte Fürsprecher der Künstler und ihres Tuns, sondern als ängstlich-defensive Bauchredner dessen, was sie für mehrheitsfähig halten. In diesem Sinn schlägt sich Frau Lunacek hasenfüßig auf die Seite derer, für die der österreichische Nobelpreisträger Peter Handke eine persona non grata ist. Zwar habe Frau Lunacek früher Handke gerne gelesen, aber seine Serbien-Position könne sie nicht „nachvollziehen“. Sie spricht, wohlgemerkt, nicht von Teilen, sondern von „Nachvollzug“. Daß wirkliches, ernsthaftes Lesen diesem Nachvollzug auf die Sprünge helfen könnte, kommt Frau Lunacek nicht in den Sinn. Stattdessen wohlfeile Kindesweglegung eines Widerborstigen gleich zu Amtsbeginn: wenn das kein kulturpolitisches Statement ist!

Josef Winkler, Präsident des Österreichischen Kunstsenats
Büchner-Preisträger


20. November 2019

Kunstsenat tief betroffen über Ableben von Gustav Peichl

Wien: Mit Gustav Peichl verliert der Kunstsenat eine umfassend engagierte Persönlichkeit und einen weit über die Grenzen Österreichs anerkannten, visionären Architekten und begnadeten Karikaturisten.

Gustav Peichl wurde 1971 mit dem Großen Österreichischen Staatpreis geehrt und gleichzeitig Mitglied des Kunstsenats. „Gustav Peichl hinterlässt eine besonders große Lücke im Senat, war er doch unser längst dienendes Mitglied. Er wird uns als engagierte, streitbare und mutige Persönlichkeit in Erinnerung bleiben“, so Präsident Josef Winkler.

10. Oktober 2019

Verleihung Großer Österreichischer Staatspreis an Thomas Larcher!

Wien: Gratulation! Kulturminister Alexander Schallenberg überreichte im Kongress-Saal des Bundeskanzleramtes den Großen Österreichischen Staatspreis 2019 an Thomas Larcher. "Thomas Larchers Werk reicht weit über das Musikalische hinaus. Seine Musik inspiriert uns, sie bewegt uns und setzt Emotionen frei. Wie eine kulturelle Klammer ist sie Teil eines gemeinsamen europäischen Nenners, der uns zusammenhält", so Kulturminister Alexander Schallenberg.

Kunstsenatspräsident Josef Winkler „Seine Musik bewegt sich auf gefährlichen Routen, er hat seine eigene Handschrift entwickelt und lässt sich keinen gängigen Trends unterordnen". Er erinnerte, dass der Große Österreichische Staatspreis die höchste Kulturauszeichnung der Republik sei. „Peter Handke hat die Auszeichnung 1987 bekommen und jetzt haben wir - wenn ich das so sagen darf - einen Nobelpreisträger."

https://bit.ly/2JD1gdl

16. Juni 2019

Mit tiefer Trauer und Betroffenheit nimmt der Kunstsenat Abschied von Wilhelm Holzbauer

Wien: Mit dem Ableben von Wilhelm Holzbauer verliert der Kunstsenat eine herausragende Künstlerpersönlichkeit. Wilhelm Holzbauer wurde 2000 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt. 2006 wurde er Mitglied im Kunstsenat. Präsident Josef Winkler: „Wilhelm Holzbauer bleibt uns als kritisches, unangepasstes und engagiertes Mitglied des Kunstsenats in Erinnerung, er wird uns sehr fehlen!“